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Mäg #01

cover_webErschienen: Juli 2009

EDITORIAL

Woahaaa. Yeah! Mitten in einer Zeit, in der alle nur noch schwarz sehen und die Apokalypse für das Medium “Print” beschwören, erblickt das Breitengrad°38 Mägaziine das Licht der düsteren Welt!

Sind wir deshalb mutig? Oder doch nur total steinzeitlich – schließlich gibt’s jetzt E-Books! Vielleicht. Auf jeden Fall sind wir trashig, wir sind heillose Optimisten und Idealisten! So sieht’s aus. Wir bieten Euch das, was die Großen konsequent übersehen: Das wirkliche Leben in der Musikszene. Dort wo es am Empfindlichsten, aber auch am Lebendigsten, am Kreativsten ist. Die musikalische Suppenküche der Großen von morgen. Die Entstehung einer Kultur.

Und es brodelt gewaltig entlang des sonnigen Weißwurstäquators in und um Abensberg und Regensburg. Musikalisches Leben in all seiner Vielfalt schießt förmlich aus dem Boden empor. Unberührte Natur, weitläufige kreative Landschaften… ein außergewöhnliches musikalisches Biotop.

Die Zeit mag nicht die Beste sein… Aber es ist die Unsere. Tschaka!

INHALT

das gibt’s im mägaziine…

Radio Haze Dicke Nebelschaben liegen wie unendliche Schleier in der kalten Luft, als sich die beiden außerirdischen Wesen in der von Sternen erleuchteten Nacht treffen um gemeinsam ihren Weg nach Hause anzutreten. Das Gras schimmert violett im Mondlicht. Um sie herum stehen Pilze, so groß wie Bäume. Ein Wald aus Pilzen. Wie große Fächer wiegen sich die Lamellen der Pilzbäume lautlos im langsam auffrischenden Wind…

Blind Man’s Colour Ehrlich gesagt geht es uns überhaupt nicht darum irgendwelche politischen oder sozialen Botschaften durch unsere Kunst zu verbreiten. Für uns stehen unsere iegenen Erfahrungen und Erlebnisse klar im MIttelpunkt. Ganz deutlich zeigt sich das zum Beispiel im letzten Song unseres Debut-Albums: “Shells” erzählt wie wir eines Nachts mit einem Kajak raus zu einer Insel namens Shell Island gepaddelt sind. Wir wollen dass sich die Leute, wenn sie unsere Musik hören, fühlen als würden sie eine Nacht in einer alten Stadt am Stranf von Florida rumhängen.

Orange-Code Sich wie Vögel aus dem musikalischen Überangebot abzuheben ist heutzutage wirklich schwer geworden. Doch die sympathischen Jungs von Orange-Code fahren mit ihrer gleichnamigen Scheiblette einen zeitlos klingenden und trotzdem dauerhaften interessanten Sound, der nicht nur Musikjunkies sondern durchaus auch Mainstream-Kids in ihren Bann ziehen wird. Eben ein Silberringen, der alle Trümpfe vereint.

Ohrange Hawaii liegt an der Donau. Glaubst nicht? Dabei kommt es doch nur auf die Perspektive an. Sicherlich rollen an der Regensburger North Shore, lokal auch bekannt als Jahninsel, keine 5-Meter-Brecher an den Strand, der Kultsport ist immer noch Fußball und nicht Surfen – wenn auch mit einem leicht maroden, an chronischer Stromknappheit leidenden Verein – und die Mädels in Regensburg tragen zu Weilen doch eher Jeans- als Baströcke.

The Fine Print Auf dem Cover ist eine Eule abgebildet, wie seid ihr auf diese Idee gekommen? Hat zufällig jemand von euch ‘ne ausgestopfte Eule daheim rumstehen? Andi: “Also ‘ne ausgestopfte Eule hat keiner im Keller rumstehen…” Kötti: “Der Andi hat doch absolut keine Ahnung was ich so alles im Keller rumstehen hab!”

Martin Zobel Sonntag Mittag, 17. Mai. Die meisten Leute sind bei diesem tollen Wetter schon am Badesee oder im Freibad. Unsere Magazinfotografin und ich sind mit dem Auto unterwegs. Nach Landshut. Um uns mit Martin Zobel zu treffen. Während wir am Treffpunkt, eine Bushaltestelle in Landshut, in der Sonne warten, kommmt er uns mit Sonnenbrille, einem Lächeln und lockerem Gang entgegen.

Lokomotive Blokschoij Dienstag, 05.05.2009, Luther Studentenwohn-heim. 22 Uhr: Es herrscht dichtes Gedränge im verglasten Partyraum am Regensburger Ernst-Reuter-Platz. Das Licht geht aus, Alexandropov, Schlomov, Kasimir-Haasovitsch, Igor und Viktorov betreten die Bühne. Doch alles der Reihe nach. Wer ist diese Band? Die fünf Musiker stammen aus der “freien demokratischen Volksanarchie Goldenes Rakuschistan”, der Teilrepublik einer Teilrepublik der früheren UdSSR.

My Glorious Hard Facts um die US-Tour: 5960 km mit dem Auto zurückgelegt, durchschnittlich 283,81 km pro Tag gefahren, 102 Stunden Fahrzeit, 15 Gigs, Airplays in über 150 Radiostationen, durchschnittlich 25$ pro Volltanken bezahlt, immer min. 25 km/h schneller als erlaubt unterwegs, nie aufgehalten worden, in Sheryl Crow’s Stammcafé gefrühstückt, Chinesen-Takeaway aus den Schachteln gegessen – wie im Film, mindestens 30 Ford Mustang gesehen, weit über 50 Burger gegessen, keine giftige Schlange gesichtet, versucht den Namen “Buffalo Wings” zu ergründen, eine Menge “Buffalo Wings” gegessen.

Tschebberwooky A echt g’miatliche G’schicht, wos de Jungs do macha, würde ein Bayer beim Durchhören des Album “The Wooky People” von Tschebberwooky sagen. Richtig! Genau das beschreibt den STil der österreichischen Band. Texte, die im Patois geschrieben sind und von fünfzehn verschiedenen Instrumenten begleitet werden, zeichnen die Band aus und lassen das Herz eines jeden Musikfetischisten höher schalgen

MIXTAPE

das gibt’s zum Runterladen…

A-Side

#01 Radio Haze – Still Repeating
#02 Orange-Code – Captured Smile
#03 Ohrange – Locker Vom Hocker
#04 Dopewalka – Music
#05 Ohrange – Vogelfrei
#06 Orange-Code – Dig it, Baby
#07 The Fine Print - Been So Long
#08 Blind Man’s Colour – Jimmy Dove
#09 Blind Man’s Colour – The Warm Current’s Pull
#10 Radio Haze – Formar Parte De Niebla

B-Side

#01 Sunrise Tribe – Rastaman Philosophy
#02 Mabafu – Sun Junkie
#03 Drunk Souls – Give Me A Sign
#04 The Horst Müller Experience – Give Me A Sign
#05 Inna Crisis – What If
#06 Goldi – Steil Bergab
#07 John Dandelion – Keep This Fire
#08 The Heavens – Second Day Blues
#09 Lejeune – Kubasaki Hai’i
#10 Brad Sucks – Total Breakdown

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da gibt’s das mägaziine…

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